Das beste Pizza Rezept 2018-04-17T14:41:56+00:00
Das beste Pizzarezept für Pizza wie beim Italiener

Das beste Pizza Rezept

I ❤ PIZZA!
Beflügelt von diesem Gefühl habe ich mich im Jahre 2008, während meines Studiums, in die Küche gestellt und wollte die Tiefkühlpizza endgültig von meiner Einkaufsliste verbannen. Meine Kommilitonen waren dankbar, denn sie wurden kurzerhand zu Testessern 🍽 Heute – nach vielen Experimenten – bin ich überzeugt, das beste Pizzarezept gefunden zu haben. Die Zutaten erhältst du größtenteils im Supermarkt oder bequem bei Amazon und mit ein wenig Zeit und Übung gelingt dieses Rezept wirklich in jeder heimischen Küche.

Was du für das beste Pizza Rezept benötigst

Zutaten

  • Weizenmehl 900g, aufgeteilt [?]
  • Hartweizengries 100g [?]
  • Wasser 625ml
  • Hefe 10,5g frisch / 3,5g trocken
  • Dosentomaten 600g [?]
  • Salz 15g
  • Zucker 1 EL
  • Basilikum
  • Pfeffer
  • Belag nach Belieben

Utensilien

  • Pizzastein
  • Pizzaschneider
  • Schaufelbrett
  • Messbecher
  • Küchenmaschine
  • Handmixer
  • Käsereibe

Rezept für die beste Pizza

Der Vorteig

Zunächst löst du die Hefe zusammen mit 1 EL Zucker in lauwarmem Wasser (ca. 28°C) langsam auf, nutze dabei einfach deine Finger, da sich bei zu starkem Rühren die Aktivierung der Hefekulturen verzögert. Lass das Hefe-Wasser-Gemisch an einem warmen Ort etwas ruhen, es sollten sich nach einiger Zeit Blasen/ etwas Schaum auf dem Wasser bilden – ein Zeichen dafür, dass die Hefe aktiv ist.

In der Zwischenzeit füllst du einen Teil des Mehls (500g) in eine Rührschüssel und fügst dann langsam das Hefe-Wasser-Gemisch unter stetigem Rühren hinzu. Es entsteht die Konsistenz ein Pfannkuchenteigs.

Nun sollte der Teig zugedeckt mindestens 30 Minuten in der Küche bei ganz normaler Raumtemperatur ruhen. In dieser Phase bildet sich das wichtige Klebergerüst, welches den Teig später schön elastisch macht.

  • Weizenmehl 500g
  • Wasser 625ml
  • Hefe 10,5g

Der Pizzateig

Das restliche Mehl vermengst du nun mit dem Hartweizengries sowie dem Salz und gibst alles 100g-weise dem flüssigen Teig hinzu. Zuerst funktioniert das noch mit dem Knethaken der Küchenmaschine ganz gut, gegen Ende solltest du aber in jedem Fall mit deinen Händen weiter kneten. Je länger du den Teig knetest, desto besser wird er – ich empfehle 20-30 Minuten Knetzeit, höre dabei einen Podcast oder schaue eine Serie bei Netflix 🎬

Wenn du fertig mit Kneten bist, legst du den Teig in eine doppelt so große Tupperdose, die du luftdicht verschließt, um ihn vor dem Austrocknen zu bewahren.  Lasse den Teig dann mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

  • Weizenmehl 400g
  • Hartweizengries 100g
  • Salz 15g
  • 1. Ruhepahse 30 Min.

Ruhephase

Alles was es jetzt noch braucht ist Geduld und Ruhe. Stelle die große Tupperdose mit dem Teig in deinen Kühlschrank und lasse ihn dort mindestens über Nacht reifen. Du kannst den Teig auch bis zu 48 Stunden im Kühlschrank lassen. Er wird geschmacklich mit jeder Stunde besser ⏲✌🏼

  • 2. Ruhepahse >12 Std.

Tomatensauce für Pizza

Für die Tomatensauce nutze ich ausschließlich die Sorte „Pomodoro San Marzano dell’Agro Sarnese Nocerino DOP„. Sie wächst auf Vulkansteinboden und bekommt dadurch ein besonders intensives und fruchtiges Aroma. Da die Tomaten noch ganz im eigenen Saft schwimmen, musst du sie etwas zerkleinern. Fülle dazu 1-2 Dosen in eine Schüssel, salze sie und mixe sie mit 4-6 kurzen Umdrehungen deines Handmixers so, dass alles noch etwas stückig ist. Du willst kein Püree, also mixe nicht zu lange 🥫
Diese Tomatensauce ist der Klassiker für eine italienische Pizza und ich bin überzeugt, dass weniger in diesem Fall mehr ist. Solltest du es würziger mögen, kannst du natürlich noch Pfeffer oder italienische Kräuter wie Oregano oder Thymian hinzufügen. Experimentiere und hinterlasse ein Kommentar, wie du deine Sauce am besten findest.

  • Dosentomaten 600g
  • Salz nach Belieben

Pizzateig portionieren

Nun gilt es den Pizzateig zu portionieren. Nimm den Teig aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur bekommt – im Sommer geht das innerhalb von 2-3 Stunden, an kalten Tagen kannst du den Teig in der Tupperdose unter deine Bettdecke packen oder du nutzt die „Geh-Funktion“ deines Ofens (35-40°C). Wenn der Teig Zimmertemperatur erreicht hat, teilst du ihn in 420g Portionen auf. Solltest du einen kleineren Pizzastein haben, portioniere entsprechend geringer.
Knete jede Portion noch einmal gründlich durch und lege die einzelnen Rohlinge leicht bemehlt in eine große, flache Plastikdose die du luftdicht verschließen kannst. Am besten eignet sich eine Pizzaballenbox oder auch Gärbox genannt, die du bei AMAZON kaufen kannst. Die Teigrohlinge müssen ordentlich Abstand zueinander haben, da sie sich im Volumen erneut verdoppeln werden und nicht aneinander kleben sollten. Wenn du den Teig aufgeteilt hast, lässt du die luftdicht verschlossene Box beim Zimmertemperatur weiter ruhen, bis der Ofen auf Temperatur ist.

Ofen und Pizzastein

Original italienischen Pizza kommt in jedem Fall aus einem Steinbackofen! Da diese großen, Iglo-förmigen Öfen aber höchstes in deinen Garten passen (hier kannst du ihn kaufen*) empfehle ich dir, in einen Pizzastein zu investieren – es lohnt sich definitiv!
Den Stein platzierst du auf einem Rost im unteren Drittel deines Ofens und heizt diesen auf höchster Temperatur (ca. 250°C) für mindestens 1 Stunde vor. Danach hat der Stein die richtige Temperatur und du kannst mit dem Backen deiner Pizza beginnen…

*bitte denke unbedingt daran, mich im Falle dieser Investition zum Essen einzuladen 🙂

Pizzateig formen

Beim Pizzateig ausbreiten gilt: Nutze ausschließlich deine Hände! Nudelhölzer oder ähnliche Utensilien würden nur die Luft aus dem Teig drücken, die dafür sorgt dass dein Teig schön locker ausbackt. Streue etwas Mehl auf deine Arbeitsfläche und fange an den Teigrohling langsam mit etwas Druck auszubreiten, später kannst du ihn auch anheben und in der Luft rotieren, die Schwerkraft sorgt dafür, dass du eine perfekt ausgebreitete Pizza bekommst.
Streue nun etwas Maismehl auf deinen Pizzaschieber. Dieses sorgt später dafür, dass der Teig einfacher vom Schieber auf den Stein in den Ofen gleitet, fügt dem Teig aber gleichzeitig auch noch etwas Aroma hinzu. Erst wenn sich der Teig ausgebreitet auf dem Schieber befindet, kannst du mit dem Belegen deiner Pizza beginnen!

Pizza belegen

Die richtige Reihenfolge des Belags lautet immer: Tomatensauce, Käse dann erst der Belag. Schließlich backen wir keinen Auflauf 🍕
Verstreiche 4-5 EL der Tomatensauce auf deinem ausgebreiteten Teig und lasse einen ungefähr daumendicken Abstand zum Rand. Überall wo sich keine Sauce befindet, wird der Teig im Ofen richtig schön aufgehen und kross ausbacken (nicht zuletzt dank des Hartweizengries). Achte darauf, dass keine Tomatensauce neben der Pizza oder auf dem Pizzaschieber landet, sonst bleibt der Teig beim „Einschießen“ in den Ofen ggf. daran kleben und verformt deine Pizza oder es bilden sich Löcher im Teig.
Nachdem du die Tomatesauce verteilt hast, bedeckst du alles mit Pizzakäse. Am besten eignet sich ein Büffel-Mozzarella mit wenig Flüssigkeit oder du entwässerst einen ganz normalen Mozzarella über Nacht in deinem Kühlschrank. Solltest du einen italienischen Großhändler wie ANDRONACO in deiner Nähe haben, empfehle ich den Käse „Mozzarella Cucina von Galbani“. Neben dem Mozzarella streue ich noch etwas Parmesan als Grundierung auf die Pizza, damit alles etwas würziger schmeckt.
Natürlich kannst du auch mit anderen Käsesorten experimentieren. Des Deutschen liebster Käse ist ja bekanntlich der Gouda, wobei sich mir beim Gedanken daran die Nackenhaare aufstellen!

Pizza backen

Dein Ofen samt Pizzastein sollte mindestens 1 Stunde beim 250°C vorgeheizt werden, bevor du die Pizza backst. Um die Pizza vom Pizzaschieber in den Ofen zu bekommen bedarf es ein wenig Übung. Führe den Pizzaschieber im 45°-Winkel an die hintere Kante des Pizzasteins heran und bringe den belegten Pizzateig mit kurzen, ruckartigen Bewegungen zum Rutschen. Durch das Maismehl zwischen Brett und Teig sollte es aber recht problemlos funktionieren. Probiere es einfach aus… Übung macht ja bekantlich den Meister 😉 Die Backzeit der Pizza liegt zwischen 10-15 Minuten – abhängig von deinem Ofen. Achte darauf, dass der Käse Blasen schlägt und der Rand dunkler wird. Ich drücke immer leicht auf den Rand der Pizza, dann merke ich ob die Pizza kross und fertig gebacken ist.

Pizza Zutaten

Pizzamehl

Das beste Pizzamehl - Caputo Cuoco Farina Typ 00

Für einen richtig guten Pizzateig schwöre ich auf das Mehl aus dem Hause Mulino Caputo. Dieses Mehl zeichnet sich durch besonders starkes und elastisches Gluten aus und ist ideal für einen langen Gärungsprozess geeignet. Kauft euch gleich ein paar Kilo und teilt es mit Freunden. Alternativ könnt ihr auf ein klassisches 405-er Mehl zurückgreifen, wobei hier die Wahrscheinlichkeit für Löcher im Teig steigt.

Pizzamehl jetzt bei Amazon kaufen

Hartweizengries

Hartweizengries Semola Divella Rimacinata

Für einen besonders knusprigen Pizzateig empfehle ich etwas Hartweizengrieß unter das Mehl zu mixen. Die klassische Neapolitanische Pizza ist eher weich (viele sagen auch oft labbrig), verzichtet also auf den Hartweizengries für einen besonders weichen Teig.

Hartweizengrieß jetzt bei Amazon kaufen

Dosentomaten

Die Basis einer guten Pizza bildet die Tomatensauce. Da wir hierzulande leider nicht die Qualität an frischen Tomaten haben empfehle ich Dosentomaten und hier gibt es für Pizza eigentlich nur eine Wahl: San Marzano Tomaten! Diese flaschenförmigen Tomaten wachsen ausschließlich auf Vulkansteinboden am Fuße des Vesuvs und zeichnen sich durch einen besonders intensiven Geschmack sowie niedrigen Säuregehalt aus. Achte beim Kauf auf die DOP–Auszeichnung „g.U. “ (= geschützter Ursprung), sie garantiert die geografische Herkunft aus Bella Italia.

Dosentomaten jetzt bei Amazon kaufen

Pizzakäse

Der beste Pizzakäse, den man in fast jedem Supermarkt kaufen kann, ist meiner Meinung nach ein Mozzarella aus Büffelmilch. Da der Laib in Salzwasser schwimmt und beim Backen viel Flüssigkeit abgibt und deine Pizza ziemlich durchweichen würde, solltest du ihn also über Nacht im Kühlschrank entwässern. Dazu zupfst du ihn einfach in kleine Stücke und legst ihn in eine mit Küchenpapier ausgelegte Plastikdose. Ein wirklich guter Pizzakäse ist der Mozzarella Cucina von Galbani, den du bei Großhändlern wie ANDRONACO bekommst. Er wird aus Kuhmilch hergestellt und ist somit weniger geschmacksintensiv als das Original aus Büffelmilch, hat jedoch kaum Flüssigkeit und ist somit perfekt für deine Pizza. Streue zusätzlich noch etwas Parmesan über den Mozzarella, so schmeckt alles etwas würziger.

Pizzakäse jetzt bei Amazon kaufen

Pizzastein

Weber Pizzastein für Grill und Backofen - Groumet BBQ System

Mit einem Pizzastein erhält deine Küche ein Steinbackofen-Upgrade. Für besonders knusprige Pizza mit den typischen Blasen im Teig solltest du diese Investition tätigen 😉 Der Stein sorgt dafür, dass dem Pizzateig beim Backen die Feuchtigkeit entzogen wird und du einen hauchdünnen, krossen Pizzaboden wie beim Italiener bekommst. Der Pizzastein von Weber ist ideal und dank seiner Griffe super-praktisch – zudem kannst du ihn im Sommer auf dem Holzkohle- oder Gasgrill nutzen.

Pizzastein jetzt bei Amazon kaufen

Pizzaspachtel

Um die Pizza in den Ofen einzuschießen kannst du entweder ein Holzbrett mit Griff oder einen Pizza-Spachtel nutzen. Der Pizzaschieber von Weber ist dank seines zusammenklappbaren Griffes sehr praktisch und spart Platz beim Verstauen in deiner Küche – zudem sieht er sehr edel aus 😉

Pizzaspachtel jetzt bei Amazon kaufen

Küchenmaschine

Mit diesem Designklassiker unter den Küchenmaschinen erhältst du nicht nur Hilfestellung beim Kneten des Pizzateigs, sie ist auch ein wahrer Hingucker in deiner heimischen Pizzeria. Die Kitchen Aid ist eine hochwertige und lohnenswerte Investition ins Leben und ideal für das Anrühren des Vorteigs. Nach dem Kneten mit der Kitchen Aid solltest du den Pizzateig aber unbedingt per Hand weiter bearbeiten – so spürst du zwischen deinen Finger, wann der Teig die perfekte Konsistenz für deine Pizza hat. Amore mio, Kitchen Aid!

Küchenmaschine jetzt bei Amazon kaufen

Stabmixer

WMF LINEO Edelstab Stabmixer 4-in-1, Pürierstab, Schneebesen, Milchaufschäumer, Zerkleinerer - 700-Watt inklusive Mixbehälter, 1-Liter Cromargan matt silber

Ein absolutes Essential der Küchenausstattung ist ein Edelstahl Stabmixer. Fülle 2 Dosen San Marzano Tomaten in den Mixbehälter und mixe sie mit 4-6 kurzen Umdrehungen zu einem noch stückigen Püree.

Stabmixer jetzt bei Amazon kaufen

Pizzaballenbox

Die Hefe im Pizzateig sorgt dafür, dass Luft im Pizzateig eingeschlossen wird und er somit an Volumen dazu gewinnt. Die Pizzaballenbox ist perfekt für den Gärvorgang und bietet genug Platz für die Pizzateigrohlinge um zu wachsen. Dabei schließt der Deckel luftdicht ab und schützt den Pizzateig vor dem Austrocknen. Außerdem kannst du mehrere Boxen für deine nächste Pizzaparty stapeln.

Teigbox jetzt bei Amazon kaufen

Käsereibe

Eine Käsereibe ist eigentlich Teil der Grundausstattung einer jeden Küche – jedoch kennen wir wohl alle eine/n Bekannte/n mit einer stumpfen Reibe im Küchenschrank. Die WMF Vierkantreibe ist ein ideales Gastgeschenk für einen kulinarischen Abend mit Pizza und Wein und sorgt für gleichmäßig verteilten Käse auf deiner Pizza.

Käsereibe jetzt bei Amazon kaufen

Pizzaschneider

Pizzaroller von Weber aus Edelstahl

Pizza ist fertig! Also raus aus dem Ofen, ab auf eine Lazy Susan und durch 4 Schnitten mit dem Pizzaroller gerecht aufteilen! Aber wehe, ich bekomme das kleinste Stück Pizza 😋

Pizzaschneider jetzt bei Amazon kaufen

Bewerte das Pizzarezept

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (7 Stimmen, Durschnitt: 4,57 von 5)
Loading...

4 Comments

  1. Thomas 6. April 2019 um 16:40 Uhr - Antworten

    Weitestgehend stimme ich mit dem Rezept und den Tipps überein. Insbesondere was das Mehl von Caputo betrifft. An Hefe nehme ich noch weniger, ca. die Hälfte. Allerdings ist die Backtemperatur wesentlich entscheidender als kleine Änderungen in der Rezeptur. Mit 250° bekommt man keine vernünftige „authentische“ Pizza hin. Allenfalls leckere Notlösungen… Mein Ofen kann 350° und ich bin immer noch nicht 100%ig zufrieden, da sich selbst bei 350° die kleinen schwarzen Blasen am Teigrand nicht bilden. Der Teig wird dann keksig wenn die Temperatur des Ofens zu gering ist. (Lecker ist die Pizza trotzdem). Wer einen Tollen Rand mit fluffigem Teig haben möchte, der braucht einen Ofen der 450° und mehr kann…

  2. Carlotta 20. Juli 2018 um 22:12 Uhr - Antworten

    Die beste Pizza der Welt. Promise. <3

  3. Christiano 10. März 2018 um 17:48 Uhr - Antworten

    Die Pizza ist der Wahnsinn, wirklich sehr lecker und das Rezept hier super erklärt!

  4. Nielo 8. März 2018 um 13:52 Uhr - Antworten

    Ich freue mich über Kommentare zum Pizzarezept ✌🏼️

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .